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Zwischen weiten Ebenen und grünen Hügeln

Stand 27.08.2026

Wer sich auf den Süden von Portuguesa einlässt, wird mit einigen Überraschungen belohnt: Auf der einen Seite die weiten Ebenen der Llanos, auf der anderen die sattgrünen Hügel der Andenausläufer. Ortschaften wie Ospino und Biscucuy haben ihren ursprünglichen, kolonialen Charme bewahrt. Vielerorts lässt sich der hervorragende Coffee from Portuguesa verkosten. An der Grenze zum Bundesstaat Lara entpuppt sich der artenreiche und schwer zugängliche El Guache National Park als Paradies für Wanderer und Naturliebhaber.

Unstrittig Hauptattraktion ist jedoch das Sanctuario de Sanctuary of Our Lady of Coromoto, ein architektonisches Juwel des Brutalismus von seltener Wucht, für das man ein bis zwei Stunden einplanen sollte.

Niemals ausreichend Trinkwasser, Kopfbedeckung und Sonnenschutz (LSF 50+) vergessen.


Guanare

240.000 Einwohner, 180 Meter Höhe

Guanare, die Hauptstadt des Bundesstaates Portuguesa, liegt malerisch am Fuße der Anden. Im Zentrum hat sich Guanare seinen kolonialen Charme bewahrt, unbedingt sehenswert ist die Basilica-Cathedral of Nuestra Señora de Coromoto an der Plaza Bolívar in Guanare. Wenige Schritte entfernt liegt das Museo Inés Mercedes Gómez Alvarez , wo 1825 die erste öffentliche weiterführende Schule Venezuelas eingerichtet wurde. Direkt nebenan befindet sich der Parque Los Samanes, die Grüne Lunge der Stadt.

Etwas außerhalb liegt die Hauptsehenswürdigkeit: das Sanctuary of Our Lady of Coromoto. Besonders lohnend ist ein nachmittäglicher Besuch zwischen Dezember und Februar, wenn die Blüten der Coromotano Sunflowers den Weg rechts und links in warme Goldtöne tauchen.


Reisepraktische Infos

An- und Abreise

Fernbus: Von dem verkehrsgünstig gelegenen Terminal de Pasajeros de Guanare gibt es Verbindungen nach Caracas (5 – 6 Stunden), Maracaibo (8,5 – 9,5 Stunden), Valencia (3 Stunden), Barquisimeto (2,5 – 3 Stunden), Barinas (2 Stunden) und San Cristóbal (7 Stunden).

Auf der Straße: Guanare liegt an der Troncal 5 (Autopista José Antonio Páez), die Barquisimeto im Bundesstaat Lara mit San Cristobal in Táchira verbindet und bis Barinas als Autobahn ausgebaut ist. In gut einer Stunde erreicht man über die erst kürzlich instand gesetzte Local 1 die Kaffeeregion um Biscucuy.

Mit dem Flugzeug: Der Flughafen Guanare Virgen de Coromoto (IATA-Code: GUQ) ist derzeit nicht für Linienflüge in Benutzung.

Unterkünfte

In der Stadt selbst, entlang der Ausfallstraßen und im Umland gibt es reichlich Übernachtungsmöglichkeiten, unsere Empfehlungen:

Das gehobene Nuevo Hotel Coromoto im Stadtzentrum bietet einen Pool und ein eigenes Posada Turistica Magic Hill befindet sich in ländlicher Umgebung und ist für ihre traditionelle Küche bekannt.

Essen und Trinken

Die Küche der Llanos ist von (Rind-) Fleisch, Käse und der allgegenwärtigen Cachapa geprägt. Unsere Empfehlungen:

Essen

Wer Lust auf eine klassische Arepa mit Fleisch oder Käse verspürt, dem sei die Arepera Nico empfohlen.

Cachapa mit Queso llanero, dazu Carne en Vara (Grillfleisch am Spieß) wird im El Fogón de Iván aufgetischt. Für Nicht-Fleischesser gibt es großzügige Salate.

Zwischendurch

Im Braseros Grill kann man entspannt erlesenen Hochlandkaffee genießen.

Veranstaltungen

Im Tomás Montilla Cultural Centre finden regelmäßig Konzerte und Kulturveranstaltungen statt.

Einkaufen

Portuguesa verfügt über eine lebendige Kunsthandwerkszene. Zu den typischen Erzeugnissen gehören farbenfrohe Webarbeiten wie Alpargatas (Bast- bzw. Stoffsandalen) und Taschen, geschnitzte Holzfiguren sowie handgefertigte Musikinstrumente wie Maracas, Cuatro (4-saitige Gitarre) und Tomás Montilla Cultural Centre stellen Kunsthandwerker der Region regelmäßig ihre Arbeiten aus.

Ausflüge in die Umgebung

Die Ruinen der San Rafael de Las Guasduas sind ein faszinierender Lost Place, dessen Gemäuer von einer längst vergangenen Zeit erzählen.

Um den Embalse de La Coromoto, einst ein beliebtes Ausflugsziel, zu erkunden, sollte man besser einen ortskundigen Führer engagieren.


Ospino

39.200 Einwohner, 190 m Höhe

Ospino ist einer dieser kleinen Orte, die sich ihren kolonialen Charme bewahrt haben. Zugleich ist er das Eingangstor zum El Guache National Park mit seinen üppig-grünen Wäldern und Wasserfällen – ein Paradies für Wanderer und Vogelkundler.

Parque Nacional El Guache

Wer dieses versteckte Juwel in den Ausläufern der venezolanischen Anden erkunden möchte, erhält aktuelle Informationen (und womöglich eine Genehmigung für bestimmte Aktivitäten) bei der Inparques . Der Park ist sehr artenreich und wird relativ selten besucht.


Guanarito

38.200 Einwohner, 85 Meter Höhe

Wer das authentische Llanos-Erlebnis sucht, ist in Guanarito goldrichtig. Mehrere Fincas bieten Besuchern die Möglichkeit, einen Einblick in das Landleben zu gewinnen.


Biscucuy

12.800 Einwohner, 560 m Biscucuy liegt umgeben von grünen Hügeln in den Ausläufern der Anden. Der Ort bietet sich als Basis für Ausflüge in die Umgebung an.

Unterkünfte

Es gibt eine Reihe einfacher Unterkünfte, unsere Finca Lisenarum nur wenige Minuten vom Ortskern entfernt, bietet Bio-Kaffee, Kakao und Bergidylle an.

Essen und Trinken

Zahlreiche kleine Gasthäuser laden zur Einkehr ein.

Essen

Seit über 40 Jahren eine feste Größe ist das Restaurante El Muro bekannt für seine typisch venezolanischen Gerichte.

Besonders schön gelegen ist das Restaurant Centro Agroturistico Gran Morocoto .

La Cachama sonriente ist eine Mischung Gastronomie und Freizeitzentrum.

Zwischendurch

Wer verschiedene Spezialitäten-Kaffees probieren möchte, ist im Troja Café goldrichtig.

Café de Altura Biscucuy bietet neben Gourmet-Kaffees eine breite Auswahl an Kuchen, Keksen und Süßspeisen.

Ausflüge in die Umgebung

Wenige Kilometer vom Ortskern entfernt liegt das Naturschwimmbad Parque Ecológico Río Saguaz.

Das ruhige Bergdorf Santa Lucía ist Ausgangspunkt für Touren entlang der Kaffee-Route.

Auf 1.200 Metern Höhe inmitten des Naturparks Montaña de los Pozuelos liegt das malerische Bergdorf San José de la Montaña.

Bekannt für seinen Kaffeeanbau ist auch das Dorf Paraíso de Chabasquén.