criollo travel merida west

Zwischen Hochlandkaffee und karibischen Stränden

Die westliche Hälfte des Bundesstaates Mérida bietet besonders abwechslungsreiche Landschaften: Unterhalb der Hochgebirgsregion wird vielerorts aromatischer Hochlandkaffee angebaut, während in noch tieferen Lagen hochwertiger Kakao (Herkunft: Sur del Lago) kultiviert wird. Kurvenreiche Nebenstraßen führen von den Bergen hinunter in das Tiefland der Llanos oder zum Maracaibo-See. Dort, in El Vigía, befindet sich der Hauptflughafen der Region mit täglichen Verbindungen nach Caracas.

Ejido

Mit über 100.000 Einwohnern ist Ejido die zweitgrößte Stadt des Bundesstaates, landwirtschaftliches Zentrum (Knoblauch, Zwiebeln, Paprika) und wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Sehenswert sind die Plaza Bolívar, die Kirche „Iglesia Matriz De Ejido“ und der nahegelegene Mercado Municipal, auf dem ein buntes Treiben herrscht.


Jají

Wenn man in Ejido in Richtung Nordwesten abbiegt, kommt man zunächst am Freilichtmuseum La Venezuela de Antier vorbei. Anschließend erreichen Sie die malerische Kleinstadt Jají – Ein andines Juwel mit kolonialem Charme mit ihren blau-weißen Kolonialhäusern. Ein Spaziergang über die Plaza Bolívar lohnt sich auf jeden Fall.

Unterkünfte

Eine halbe Stunde hinter Jají, in Richtung La Azulita, liegt die Estancia La Bravera , die allein schon wegen ihrer Kolibris und ihres botanischen Gartens einen Besuch wert ist.

Essen und Trinken

In einer Seitenstraße unweit der Plaza Bolívar serviert Fonda Doña Carmen Erbsensuppe und Forelle.

Und sonst

Kurz vor Jají betreibt der deutsche politische Aktivist Thomas „Niko“ Walter eine kleine Kaffeefinca und eine Tischler-Lehrwerkstatt.
Unterdessen ist die Schmiedeschule La Caravana Escuela von Daniel Souto unterwegs, reist durch die Bergdörfer und bringt den Menschen das Schmiedehandwerk bei.


La Azulita

Folgt man der Route von Jají aus nach Norden, erreicht man in etwas mehr als einer Stunde das Dorf La Azulita – das blaue Dorf der Anden, welches nach dem bläulichen Schimmer der umliegenden Berge benannt ist. Dort, in den umliegenden Wäldern (zu 80 % erhaltene Primärwälder, 1990 mit dem Titel „Ökologisches Dorf der Amerikas“ ausgezeichnet), wurden fast 400 Vogelarten registriert – ein Paradies für Ornithologen und Wanderer. In den Cuevas del Pirata (Cuevas del Quebradón) werden Klettertouren und Höhlenerkundungen angeboten. Im Dorfzentrum überrascht das imposante Kirchengebäude im brutalistischen Stil, das Santuario de la Inmaculada Concepción (La Azulita) .

Unterkünfte

Die Posada El Tejar liegt wunderschön am Rande des Dorfes. Ihr Besitzer, Hektor, betreibt einen kleinen „Trapiche“ (Zuckermühle). Im benachbarten Aussteiger-Dorf Ciudad Fresita – ein Rückzugsort für Aussteiger in den Bergen gibt es einen Ashram und ein Yoga-Zentrum.

Essen und Trinken

Köstliche Pizza und Pasta gibt es in der La Trattoria de Herli oberhalb an der Plaza Bolívar.


Santa Apolonia

Kaffeeanbau, Zuckerrohr, Kakao und Zitrusfrüchte prägen die Region um Santa Apolonia – der Duft von Kaffee und heißen Quellen in den Anden an den Nordhängen der Anden. Am bekanntesten ist der Ort jedoch für seine Thermalquellen, die Aguas Termales El Jagüey .

Unterkünfte

Aguas Termales El Jagüey

Palmarito

Gut eine halbe Autostunde von den Thermalquellen entfernt liegt Palmarito, ein idyllisches Fischerdorf mit palmengesäumtem Sandstrand und karibischem Flair.


Pueblos del Sur

Zwischen Ejido und Lagunillas zweigt die Route zu den abgeschiedenen Die Pueblos del Sur: Authentisches Andenleben in den Bergen ab – bei Motorradfahrern sehr beliebt. Besucher erleben hier authentisches Landleben und genießen die Ruhe. Die gesamte Gegend eignet sich ideal für lange Wanderungen und zur Vogelbeobachtung. El Morro, auf einer Höhe von 1.700 Metern gelegen, gilt als Tor zu den Pueblos del Sur. San José de Acequias ist das Verwaltungszentrum der Region. Mucutuy ist für seine Ledertaschen bekannt, während Aricagua ausgezeichneten Hochlandkaffee produziert. In der Nähe von Chacantá können Wanderer unter den Wasserfällen ein erfrischendes Bad nehmen.

Unterkünfte

Alle Unterkünfte sind einfach ausgestattet; eine Vorausbuchung ist ratsam. In San José de Acequias verfügt die Posada Mochabá über eigene Forellenteiche. Zwischen Mucutuy und Mucuchachi liegt die einfache Mucoposada Samaipat . Das Zisterzienserkloster Monasterio Trapense Nuestra Señora De Los Andes bietet Gästezimmer an. In Chacantá befindet sich die Posada Kiutrindú .


Lagunillas

Tierra Negra liegt etwa 600 Meter oberhalb des kolonialen Stadtzentrums von Lagunillas und ist der Ausgangspunkt für Gleitschirmflüge (auch Tandemflüge) ins Rio-Chama-Tal.

Aktivitäten

Parapente Tierra Negra – Deine Therapie in 500 Metern Höhe ist einer von mehreren Anbietern.

El Vigía – das tropische Tor zu den Anden

Der Flughafen El Vigía ist der wichtigste Zugang per Flugzeug zur Andenregion. Im Stadtzentrum von Palmarito, auf der Plaza El Ferrocarril, kann man eine historische Dampflokomotive bewundern, ein Überbleibsel der ehemaligen Eisenbahnlinie, die früher zum Transport von Kaffee diente.

Unterkünfte

Das Juniotel Hotel Boutique , direkt neben dem Flughafen gelegen, ist eines der wenigen Fünf-Sterne-Hotels des Landes. Etwas zentraler gelegen ist das familiengeführte Bari Hotel , welches auch Touren zu den Catatumbo-Gewittern organisiert (mit Übernachtung in einer Hängematte).


Tovar und Bailadores

Wenn man von Lagunillas aus der Hauptstraße (Troncal 7) in westlicher Richtung folgt, erreicht man bald den Doppelort Bailadores und Tovar. Ein Großteil des in Mérida erhältlichen Kunsthandwerks wird in dem kleinen Ort Tovar hergestellt.

Der Übergang zur viel älteren Stadt Bailadores ist nahtlos. Sie ist das landwirtschaftliche Zentrum der Region und Heimat der Finca El Camarero Finca El Camarero , Venezuelas größtem Rosenproduzenten (Übernachtungsmöglichkeiten vorhanden). Nicht weit von der Hauptstraße entfernt lädt die Cascada de La India Carú zu einem Bad ein.

Im nördlich gelegenen Páramo Batallón y La Negra mit seinen mehr als hundert Lagunen sind ausgedehnte Wanderungen und Trekkingtouren möglich. Wenn man Bailadores verlässt, erreicht man nach kurzer Zeit La \“M\“ de Bailadores, eine M-förmige Haarnadelkurve in luftigen 2.200 Metern Höhe, die ein beliebter Fotostopp ist.

Südlich der Hauptroute zeugen Orte wie die stillgelegte Mine Rincón de Las Tapias von der Bergbaugeschichte der Region und vom Kampf der Einheimischen um ein menschenwürdiges Leben.

Unterkünfte

Die Estancia La Vera Cruz ist eine elegante Lodge im Landhausstil.